Die Doppelmoral des Spiegels wenns um Datenschutz geht.

spiegel2Wohl eher zufällig passend zum Subpoena-Skandal ist das Titelthema der heutigen SPIEGEL-AusgabeFacebook & Co.: Die Unersättlichen – Milliarden-Geschäfte mit privaten Daten“. Es geht also um dem Datenschutz und Datenhandel im Internet. Selbstredend ein höchst interessantes Themengebiet und gleichzeitig viele Leute betreffend, sodass nach der Cablegate-Ausgabe Anfang Dezember (Die musste sogar nachgedruckt werden!) wieder gute Verkaufszahlen zu erwarten sind.
Doch so einfach ist das nicht. Offenbar strotzt die Titelstory über facebook nur so von Fehlern. Ich hoffe mal, dass jemand die aus “Papiermangel nicht angefertigte Fehler-Strichliste” von Mario Sixtus noch schreibt. Richard Gutjahr und Carta (hier auch) haben außerdem festgestellt, dass der Spiegel und besonders der Verlage, genauso Datenkraken sind und erstmal vor der eigenen Tür kehren sollten.
Daniel Fiene ergänzt auf “Was mit Medien” passend dazu, dass der SPIEGEL weniger an information und dem lösen der aufgezeigten Probleme interessiert ist, als an der Steigerung der Verkaufszahlen durch Panikmache.
Allein wenn ich mir das Titelbild anschaue (in den Klammern meine Assoziation) sehe ich so viel, mit dem Angst geschürt werden könnte: Ein Hochhaus, bei dem Menschen aus den Fenstern springen (9/11), an dem eine grinsende Raupe (Nimmersatt) mit riesigen (allsehenden) Augen vorbeifliegt, die gleichzeitig auch den Spürsonden aus The Matrix (Versklavung der Menschen an Maschinen) ähnlich sieht. Ich kann mir grad das Arbeitsgespräch zwischen Chefredakteur und Coverdesigner gut vorstellen.

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