Kirchentag Tag 2

Heute gehts richtig los mit den Bibelarbeiten, Podien, Diskussionen usw.
Nachdem unser Schlafraum “sanft” geweckt wurde gehts nun so langsam zum Frühstück.
Den Vormittag habe ich mit Veronika in der Messe verbracht. Die Messe ist dreigeteilt, und Teil 1,”Theologie und Glaube” ist eher uninteressant für uns. Das liegt weniger am Thema, als an der Aufbereitung dessen. Teil 2, “Gesellschaft und Politik”, ist da schon besser, aber sehr voll und unübersichtlich. Zumindest gibt es einige sehr abenteuerliche Cocktails und man kann viel sehen und die Zeit rumbringen.

Nach der ganzen Zeit in der Messe beschließen wir in die Innenstadt zu wechseln und uns da “Wir sind der Staat!” mit Annette Shavan, Andrea Nahles und Joachim Gauck anzusehen, doch weil der Döner zu lange gebraucht hat kommen wir nicht mehr in die Frauenkirche rein und da der Livestream nicht so prickelnd ist, gehen wir weiter zum Elbufer und schauen den Leuten beim “kirchentagen” zu.

Da heute auch Vatertag ist, ziehen immer mehr besoffene Männner mit ihren Bollerwägen durch die Straßen und pöbeln teils derb rum. Ein “Fundi-Prediger” hat arge Probleme seinen Vortrag darzubieten. Ernste Probleme gibt es aber nicht, da sind die Kirchentagsbesucher vie lzu cool um sich provozieren zu lassen.
Da und grad keine Veranstaltung reizt gehn wir in Richtung Zwinger und beobachten die Leute von der Terasse aus. Es ist mittlerweile schon Abend und an allen Ecken wachsen Posaunenchöre aus dem Boden und geben spontan Konzerte. – Toll! Von unserem Ausblick auf der Zwingerterrasse können wir gleichzeitig mindestens drei Konzerten gleichzeitig lauschen. Hier fällt aber sehr auf, dass wir in der ehem. SBZ sind:
Links von uns der barocke Stadtkern, vor uns moderne Büros und Geschäfte, rechts sind schon die heruntergekommenen Plattenbauten zu sehen.

Da wir beide keine Wise Guys Fans sind (uns sie auch noch katholisch), besuchen wir im Alten Schlachthaus das Kabarett “Katholisch trifft Evangelisch” – Super Unterhaltung, auf jeden Fall eine sehr gute Entscheidung, nicht nur, weil wir so einen Sitzplatz im Zug zum Quartier bekommen.

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