Aukštaitija Nationalpark

Am Wochenende waren wir in dem Aukštaitija Nationalpark. Es gibt dort über 200 Seen und eigentlich wollten wir mit gemieteten Booten die Gegend ein wenig erkunden. Mit dem Zug (110km / 1h 50 min Fahrtzeit / 2 Euro die Einzelfahrt) dort angekommen mussten wir erstmal nach Palūšė kommen. Leichter gesagt als getan. Denn am Samstag fuhren partout keine Busse in diese Richtung. Also mussten wir ein Taxi für die 4 km nehmen.
Während im Hauptort, Ignalina, es abgesehen von den nicht verkehrenden Bussen noch ganz lebhaft war (es sind jede Menge Jäger mit Hunden und Gewehren, sowie einer Schulklasse aus dem Zug ausgestiegen), kam uns Palūšė wie nach einer Zombieapokalypse vor. Obwohl das Dorf gar nicht so klein ist, war es sobald das Taxi um die Biegung gefahren war absolut still und keine Personen oder auch Licht zu sehen.
Nachdem wir die Holzkirche inspiziert hatten, suchten wir am Ufer des Flusses einen Bootsverleih und wurden sogar tatsächlich fündig. Zu meinem Missfallen war die Gruppenentscheidung dann aber doch gegen Bootfahren, weil es ja zu kalt sei. Also wanderten wir zunächst am Flussufer, später durch den Wald durch die Gegend. In einem anderen Dorf, Meironys, gab es wenigstens ein paar, zum Teil sehr alte Menschen, die uns größtenteils nur verdutzt ansahen oder uns Äpfel anboten.

Auf dem Rückweg gingen wir ü eine Schleife nach Ignalina, wo wir noch 2 Stunden bis zum nächsten Zug hatten und uns also auf die Suche nach einer Bar machten. Nun war die Stadt aber wiederum total ausgestorben, kaum Menschen auf der Straße und alles sehr grau in grau, zumal die Sonne hinter den Wolken schon niedriger stand. Ein krasser Unterschied zur Metropole Vilnius. Schließlich fanden wir doch noch ein Restaurant, tranken unser Bier bzw. Kaffee, gingen danach wieder zum Bahnhof und fuhren heim.

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