Eine Wanderung durchs Medininkai-Hochland und auf den höchste Berg Litauens

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Sonntag in der Früh hatten wir noch keine Ahnung, wo es eigentlich hingehen sollte (und vor allem wie lang der Trip gehen sollte!?), da Titas es am Vortag selbst noch nicht genau wusste. Also deckten wir uns großzügig mit Essen ein und waren auf alles zwischen 10 und 30km gefasst. Mit zwei gemieteten Bussen fuhr unsere Truppe von 23 Studierenden, Dozenten und Alumnis in ein kleines Dorf, in der Nähe der Weißrussischen Grenze. Allein schon die Fahrt dahin war sehr abenteuerlich, da schon 2 bis 3km nach Verlassen der Stadt LKWs auf dem Seitenstreifen auf die Einreise nach Weißrussland warteten. Weitere 10 km weiter erweiterte sich die Warteschlange auf zwei Spuren und der Busfahrer war gezwungen auf der Gegenfahrbahn weiterzufahren. Der Gegenverkehr, der zum Glück sehr spärlich war, musste nun auf den Standstreifen ausweichen.
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Als wir dann irgendwann abbogen, endete bald die geteerte Straße und wir kamen an unserem Ausgangspunkt für die Wanderung an. Wo das genau war? Keine Ahnung!

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Unser Führer Tadas, ein älterer Mann mit weißem Bart und Haar, machte uns auf die Besonderheiten im Dorf aufmerksam, z.B. welche Häuser authentisch sind oder das blaue Fensterrahmen bedeuten, dass die Bewohner Weißrussen sind.
Während wir auf einen Kumpel von unserem Führer warten, vertrieben wir die Kälte und Müdigkeit durch Singen und Volkstänze. Schließlich ging es los und wir wanderten wortwörtlich querfeldein durch die Gegend.

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Das Wandern ging mit vielen Pausen ganz gemütlich weiter, bis wir am Nachmittag das erste nennenswerte Zwischenziel, den Aukštojas-Hügel erreichten. Wir mussten schon zwei mal nachfragen, aber der 293,70m über n.N. gelegene Hügel ist tatsächlich die höchste Erhebung des Landes. Nach den abertausenden Kreuzen am Vortag, gleich der nächste Superlativ!

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Nicht viel weiter entfernt war das Dorf Medininkai mit einer Burgruine. Dort fand ein Volksmusikkonzert statt und man konnte eine Ausstellung in dem restaurierten Turm besichtigen. Von der Aussichtsplattform aus konnte man recht weit ins Umland schauen, insbesondere ins grade mal 1.5km entfernte Weißrussland.
Nach dem obligatorischen Gruppenphoto fuhren wir diesmal nur noch mit einem 16-Sitzer Bus, was angesichts der 23 + 1 Personen in Deutschland vermutlich undenkbar wäre, hier in Litauen allerdings niemanden wirklich juckte.

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