Lappland — Anreise

Schon die Anreise quer durchs Baltikum und hoch in den Norden barg die ersten Abenteuer und Highlights:

Nachdem wir den zweiten Teil der ausschließlich studentischen Reisegruppe in Riga aufgesammelt hatten, ging es über Nacht nach Tallinn, wo wir bei wunderbarem Sonnenschein in die leicht verschneite Stadt einfuhren. Mein erster Schnee in diesem Winter!

Da die Fähre nach Helsinki erst um 18 Uhr abfuhr, hatten wir ausreichend Zeit uns einen Eindruck von der Altstadt zu machen:
Besonders gefiel mir der Kulturmashup. Eine alte baltische Stadt mit unverkennbaren skandinavischen und russischen Einflüssen. Immer wieder konnte man aber auch ein deutschen Wortursprung entdecken und das Gassengewirr mutete wiederum fast schon italienisch an.

Nachdem wir die großen Highlights, wie den Freiheitsplatz, die Alexander Nevski Kathedrale, das Parlament und die “Dicke Margarethe” (ein besonders großer Turm der Stadtmauer) angesehen hatten, gingen wir noch durch die kleineren Gässchen und die Mädels tobten sich beim Weihnachtsshopping in den Handwerksläden aus. Am Weihnachtsmarkt auf dem Rathausplatz gabs ne Tasse Glüggi und Mittag aßen wir unglaublich reichhaltige Pfannekuchen in einem Restaurant namens Kompressor.
Als letztes besichtigten wir noch das Lilahalli, einen ziemlich großen, aber verfallenen Sowjetbau am Hafen und bestiegen die Fähre nach Helsinki.

Die Überfahrt dauerte ca. 2,5 Stunden und es wehte ein bitterkalter Wind als wir versuchten auf dem vereisten Deck Photos von der Tallinner und später von der Helsinki Skyline zu schießen.
Die Fähre selbst war eine richtig großes Kreutzfahrtfähre mit neun Decks. Die allermeisten Fahrgäste waren dementsprechend jenseits von 50. Es gabs aber auch einen nicht zu vernachlässigenden Anteil an Finnen die ganze Sackkarren an alcoholhaltigen Getränken importierten.

Als wir um 20:30 Uhr in Helsinki ankamen, hatten wir leider etwas mehr Zeit als geplant und so mussten wir noch vier Stunden in der Innenstadt überbrücken, was sich angesichts der geschlossenen Geschäften, unserem Wiederwillen groß Geld in Bars o. Ä. auszugeben und den kalten Temperaturen durchaus nicht so leicht gestaltete. So endeten wir zu sechst im McDondald’s, wo es wenigstens WLAN gab.

Die Nacht fuhren wir durch und kamen Mittags in Rovaniemi an, wo wir das auf dem Polarkreis gelegene “Santa Claus Village” besuchten. Der Polarkreis ist der Ort wo am Wintersonnenwendstag (meist 21. Dezember) die Sonne genau nicht mehr aufgeht. Das Weihnachtsmannsdorf bestand aus diversen Hütten in denen Souvenierläden, Cafes, Ferienunterkünfte und das obligatorische Weihnachtspostcenter untergebracht waren. Nicht fehlen durfte natürlich auch das Büro des Herren mit dem langen weißen Bart, den wir natürlich auch besucht und die Hand geschüttelt haben.

Nun ging es auf die letzte Etappe nach Ivalo, wo wir gegen Abend ankamen, unsere Zimmer bezogen, aßen und die Nacht in der finnischen Sauna ausklingen ließen.

Leider ist die Internetverbindung nicht hinreichend um Bilder zuverlässig hochladen zu können. Daher werde ich die erst in Vilnius nachreichen können.

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