Letzte Zeit in Litauen

Nach dem Ende der Vorlesungen Anfang Juni kam die Prüfungszeit. Diese war aber wegen der Projekte, in denen es keine schriftliche Abschlussklausur gab doch sehr erträglich.
So besuchte mich mitte Juni auch noch meine Familie. Alle vier flogen sie nach Vilnius und wir verbrachten schöne Tage in der sommerlichen Hauptstadt. Außerdem machten wir noch einen Ausflug nach Nida auf der Kurischen Nehrung. Dort war es wieder einmal sehr schön und es gab ein intessanten Naturschauspiel zu sehen: Mitten am Nachmittag zog von der Ostsee her ein dicker Nebel auf, der sich auf der Nehrung festsetzte jedoch nicht aufs Haff weiterzog.

nehrung

Nachdem meine Familie wieder weg war, beendete ich das Satellitenprojekt, machte noch viele Photos von Vilnius und unternahm mit Nadja eine letze Baltikumsreise.

Tallinn

Von Vilnius aus starteten wir mit dem Nachtbus nach Tallinn, wo wir am frühren Morgen ankamen. Da es genau Sommersonnenwende war, wurde es nicht komplett dunkel und man konnte die ganze Nacht einen lang einen roten Streifen am Horizont erkennen.
Nach unserer Ankunft und kurzem Frühstück liefen wir noch eine Weile durch die Altstadt, bevor die ganzen anderen Touristen in die Straßen strömten. Also gaben wir unser Gepäck im Hostel auf und verbrachten den Vormittag wiederum auf dem Burgberg. Das Wetter war erstklassig und so wurde meine Befüchtung wahr, dass sehr, sehr viel los war. Besonders an den Aussichtsplattformen herrschte großer Andrang.

tallinn

Mittags aßen wir — fast schon traditionell — im “Kompressor” Pfannkuchen. Der Laden ist einfach DER Geheimtipp, fürs Essen in Tallinn!
Am Nachmittag gingen wir im Kadrioru Park spazieren, welcher sehr schön ist. Dort gibt es viele angelegte Beete, ein Schloss und das “KuMu” — KunstMuseum.

Kadrioru

Danach fuhren wir quer durch die Stadt bis zum Zoo, der in der Nähe der anderen Bucht von Tallinn liegt. Da wir noch Zeit hatten, sahen wir erstmal den Vögeln bei Rocca Al Mare beim Fischen zu:

Ich war schon sehr lange nicht mehr in einem Zoo, aber sobald man sich daran gewöhnt hat, dass die Tiere in Gefangenschaft leben ist der Tallinner Zoo doch ein sehr schöner. Wenn doch nur manche Gehege größer wären! Jedenfalls gab es von klein bis groß allerhand wilde Tiere von Eulen und Adlern über (Eis-)Bären, Löwen, Nashörnen, Elefanten, bis hin zu Schlangen und Krokodilen zu sehen.

loewe

seeloewe

Am Abend sahen wir uns dann noch das WM-Spiel gegen Ghana an und fuhren in der Früh weiter nach Pärnu.

Pärnu

paerni

…ist ein Ostseebadeort auf einer Insel im Süden von Estland. Als “Sommerhauptstadt” von Estland ist alles sehr touristisch geprägt und am Stand steht ein Clubhotel neben dem Anderen. Da das Wetter zunächst nicht ganz so toll war, besichtigten wir nach einem kurzen Besuch am Strand erstmal die Innenstadt und das Museum für moderne Kunst. Dieses war zwar eher klein, dafür aber mit Sonderaustellungen von ukrainischen Künstlern kurzweilig wie aktuell.

paernumeer

Nun war auch das Wetter aufgeklart und wir verbrachten nochmal eine ganze Weile am Strand. Die restliche Zeit am Nachmittag nutzten wir noch für einen weiteren Bummel und einen Cafebesuch, bis wir am Abend den Bus nach Riga nahmen.

Riga

riga

Mein zweites Mal in Riga war wieder von wechselhaftem Wetter geprägt. Zunächst war es jedoch sehr schön und wir schafften schnell unser Zeug ins Hostel um den Sonnenuntergang über der Daugava mitzuerleben. Danach schlürfen wir noch Cocktails in einer kubanischen Bar.

daugava

Am nächsten Tag schliefen wir ein wenig länger und machten nochmal eine große Runde durch die Stadt. Leider kamen wir mittags in einen Wolkenbruch und auch im Laufe des Nachmittags wurde das Wetter nicht viel besser. Also setzten wir uns in ein Teehaus im Park und sahen den Leuten beim Spazierengehen mit Regenschirm zu.

rigapano

Und dann war es auch schon wieder so weit: Der Bus nach Vilnius fuhr ab und vier Stunden später waren wir wieder in der heimischen Stadt, auch wenn wir sie schon ein paar Tage später verlassen sollten. Es war nochmal ein schöner Ausflug, der uns nochmal vor Augen geführt hat, wie preiswert man im Baltikum reisen kann: Für die ganzen Busverbindungen und die Hostels haben wir pro Nase grade mal 80 Euro gezahlt.

Kommentieren: