Wandern in der Schweiz

Mitte August bin ich mit Arnulf und Konrad zu deren Cousine Anja nach Lausanne gefahren. Unsere Mission war auf einen Berg zu klettern um von dort aus Photos vom Sternenhimmel zu machen und mit einer selbstgebastelten DSR-Antenne Funksignale von Satelliten zu empfangen.

Nach neun Stunden Fahrt mit Zwischenstop bei meiner Patentante Heidrun in Hünenberg See kamen wir am Ziel an und schlugen das Matratzenlager in der Wohnung auf.

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Am nächten Tag fuhren wir am Morgen nach Pont-de-Nant auf ca. 1253m, wo wir das Auto abstellten und den Anstieg auf die Cabane Plan Névé begannen. Das Wetter spielte mit und so absolvierten wir die 1000 Höhenmeter in ca. 3 Stunden. Auf dem Weg sahen wir in der Ferne ein paar Gemsen, die sich auf den Steinen sonnten.

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An der Hütte auf 2262m angekommen aßen wir unsere Brotzeit, legten unnötiges Gepäck ab und nahmen am Nachmittag den alpinen Steig in Richtung Col de Chamois, wo wir zuvor die Gemsen gesehn hatten. Der Weg führte zunächst durch ein Geröllfeld und später entlang eines Hangs zu einem grasbewachsenen Vorsprung, von dem man einen guten Blick auf die Täler und den Gletscher Plan Névé hat. Nach einer kurzen Verschaufspause kraxelten wir das letzte Stück über einen wolkenbehangenen Grad zum Col du Chamois auf 2656m hoch.

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Nach dem Abstieg von dort hatten wir auch genug und verkrochen uns in die mollig warme Hütte, wo uns bald das dreigängige Abendessen serviert wurde. Leider zog das Wetter zu und immer mehr Wolken setzten sich um die Gipfel fest. Es gelang mir aber noch die letzten Sonnenstrahlen in diesem Video einzufangen. An Sternegucken war aber nicht zu denken.

Als wir am nächsten Morgen aufwachten schneite es bei 3 Grad und es war auch keine Besserung abzusehen. Also machten wir uns an den Abstieg um zu sehen wie das Wetter im Tal ist. Auf ca. 1800m hatten wir die Wahl zum Auto zurückzukehren oder noch eine Wanderung im Tal zu machen. Da wir aber schon viele Gemse gesehn hatte und das Wetter auch nicht mehr ganz so schlecht aussah liefen wir über La Vare und dem auf 2029 m gelegenen Col des Essets bis ins 3.5 km entfernte Anziendanz. Der Weg führte über einige Kuhweiden und war teilweise furchtbar matschig. Dort aßen wir gemütlich Mittag in einem Restaurant, das uns unsere Brotzeit in der Gaststube verzehren ließ. Auf dem Rückweg regnete es uns dann doch noch komplett ein und wir machten den gesamten Abstieg vom Col des Essets bis nach Pont-de-Nant in einer Etappe.

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Am Abend war es leider wiederum bewölkt aber immerhin konnten wir die Antenne testen. Mit der empfingen wir meist aber doch nur Datenübertragungen und normales Radio. Da wir von dem Wandern sehr geschafft waren probierten wir auch nicht ewig rum und legten uns schlafen.

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Am nächsten Morgen spazierten wir nach dem Frühstück in Lausanne am Sitz des Olympischen Komitees vorbei runter zum Genfer See. Dort tummelten sich die Jogger und Ruderboote zogen vorbei. Wir nahmen den Bus und die U-Bahn in das Stadtzentrum, wo wir eine kleine Runde aufm Markt drehten, den Kathedralenberg erklommen und noch schweizer Köstlichkeiten einkauften.

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Damit war der kleine Ausflug auch schon wieder vorbei und wir fuhren fast staufrei zurück nach Deutschland.

Mehr Bilder gibt es im Photoblog zu sehen!

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