Ausflug nach Trakai

Burg
Am Sonntag endete die Orientation Week mit einem Ausflug nach Trakai, welches 30 km westlich von Vilnius liegt. Trakai ist eine malerische Insellandschaft mit einer kleinen, feinen Burg auf einer fast genausokleinen Insel. Organisiert vom ERASMUS Student Network, fuhren wir (nachdem wir mit 300 Leuten die Ticketschalter am Bahnhof von Vilnius geDOS‘t hatten) ein halbe Stunde lang durch das Umland von Vilnius. Angekommen, spazierten wir zur Burg und besichtigten die rekonstruierten Gemäuer. Nach dem Mittagessen hatten wir noch einige Zeit die Sonne zu genießen und Pläne für weitere Unternehmungen zu schmieden.

Bei der Heimreise war leider wiederum eine so lange Schlange am einzigen Ticketschalter, dass wir ohne Zugticket aufsteigen mussten und einen Aufpreis von 5 Litas (1.45 EUR) auf das Ticket von 2.90 Litas (0.84 EUR) hinnehmen mussten.
See
Am Abend habe ich noch einen Teil des Schlusskonzerts von dem Stadtjubiläum mitgenommen. Die Band, Antis, ist bei den Litauern ziemlich der Hit.

Mit Dank an Anne für die Bilder.

Ankunft & die erste Woche

Ich bin am Donnerstag in der Früh mit dem Reisebus angekommen. Die Fahrt von Ingolstadt über Nürnberg und Berlin war ca. 26 Stunden lang, dafür konnte ich viel Gepäck mitnehmen und es war mit ca. 75 Euro vergleichsweise günstig. Die Busse sind recht gut mit mobilem Internet ausgestattet und im Bus von Berlin nach Vilnius gab es zudem im Vordersitz Tablets, wo mit den eigenen Kopfhörern Filme schauen und Musik hören konnte. Lediglich die Beinfreiheit ist eingeschränkt.
Nachdem ich am Wohnheim angekommen war, musste ich mich erstmal an die neue Wohnsituation gewöhnen: Ein ca. 20 qm. großes Zimmer mit drei Betten, einem großem Schrank, zwei Regalen, zwei Stühlen und nur einem Schreibtisch. Meine Mitbewohner, ein Litaue und ein Pole sind aber ganz nett, trotzdem weiß ich noch nicht, wie das mit dem Lernen mit nur einem Tisch klappen soll. Vermutlich garnicht, dafür gibt es verteilt in der Stadt viele Bibliotheken, die teilweise auch rund um die Uhr geöffnet haben.

Das Wetter ist (fast schon unerwarteterweise) sehr schön. Bis Samstag konnte man tagsüber bei 25 C problemlos im Tshirt rumlaufen, Sonntag und Montag hat es zwar geregenet, mittlerweise hat es sich aber wieder gefangen, wenn auch es mit rund 20 C nicht mehr so warm ist. Ich hoffe mal sehr, dass es noch ne Weile so bleibt, denn die Stadt sieht mit all den alten Gebäuden im Sonnenschein viel schöner aus! Dennoch ist das Omen schlecht, denn der Name des Landes kommt vom litauischen lyti, was soviel wie regnen bedeutet.

Letztes Wochenende habe ich mir dann ein Samsung Galaxy Core zugelegt und angefangen Ingress zu spielen. Dadurch habe ich die Stadt schon mal ganz gut kennen gelernt und ich muss sagen es macht echt Spaß durch die Gassen zu laufen und Portale zu hacken. (:

Die Stadt selbst ist wunderschön. Es gibt viele alte Gebäude, aber auch einige Wolkenkratzer und UNGLAUBLICH viele Kirchen. Fast in jedem Cafe und Pub gibt es freies WLAN und ich habe auch schon ein Stammcafe. Eigentlich ist es ein Buchladen, wo sie eine Kaffeetheke und Sitzgelegenheiten eingebaut haben. Man sieht es auch sehr oft, dass die Schaufenster ausgepolstert sind und man sich einfach da reinsetzen kann.

Seit Montag läuft auch schon die Einführungswoche an der Uni. Wir haben einen Survival Lithuanian Language Course und jeden Tag wechselndes Programm, welches ich aber sehr selektiv wahrnehme.

Dieses Wochenende ist das Stadtjubiläum von Vilnius mit vielen Konzerten und Marktständen überall. Es wird also nicht langweilig.

Vilnius Blog

Nachdem der Blog hier über die Monate etwas eingeschlafen ist, will ich es wieder ein wenig aufleben lassen.

Ich verbringe nämlich die nächsten zehn Monate mit dem ERASMUS-Programm in Vilnius/Litauen. Hier werde ich an der Fakultät für Mathematik und Informatik zwei Semester lang mein Studium weiter führen, aber auch das Land und Baltikum bereisen.

Viele Grüße aus Vilnius

Linus

Kirchentag Tag 3

Ein neuer Tag bricht an, die ersten haben schon Blasen an den Füßen und ich freu mich immer mehr auf die Stadt, die Leute und die Veranstaltungen.
Heute Vormittag wollte ich “Wer bin ich, und wer ist mein Freund?” mit Thomas de Maizère, Constanze Kurz, Konstantin v. Notz und Clemens Riedl besuchen, aber das wurde auf Abend verlegt… Im ersten Moment nervig, aber halb so schlimm, dann hocke ich mich neben nen Posaunenchor und scanne mal die WLAN-Umgebung ab und siehe an, die Telekom hat tatsächlich einen kostenfreien Hotspot eingerichtet! Finde ich super, dann surfe &blogge ich hier, bis Veronikas Veranstaltung zu 25 Jahre Tschernobyl aus ist. Dann werden wir wohl den dritten Teil der Messe “Welt und Umwelt” anschauen.

Das haben wir dann auch gemacht, aber nicht alzu lang, weil die Zelte ziemlich überhitzt waren. Das war auch der Hauptgrund anschließend ins klimatisierte ICC zu einer Podiumsdiskussion gegen Rechtsextremismus zu gehen. Nach einer Stunde aklimatisieren und einigen sehr interessanten Kurzreferaten zu den Erscheinungsformen des Rechtsextremismus sind wir in aller Ruhe in Richtung TU aufgebrochen um da in der Umgebung was zu Essen zu suchen. Leider hatte die Mensa da grade schon zu, aber es gab glücklicherweise vom Studentenwerk Dresden einen Bratwurststand. Bis das Konzert, das wir uns gesucht hatten begann, haben wir uns die paar Stände zu Afrika angeschaut und im Campus gelesen und gedöst. Dann begann das Konzert “From the Hearth of Africa” das von einer namibischen Gruppe gesungen wurde. – Toll, aber nicht überwältigend.
Dann gings irgendwann wieder nach Hause, wenigstens einmal früher ins Bett.

Kirchentag Tag 2

Heute gehts richtig los mit den Bibelarbeiten, Podien, Diskussionen usw.
Nachdem unser Schlafraum “sanft” geweckt wurde gehts nun so langsam zum Frühstück.
Den Vormittag habe ich mit Veronika in der Messe verbracht. Die Messe ist dreigeteilt, und Teil 1,”Theologie und Glaube” ist eher uninteressant für uns. Das liegt weniger am Thema, als an der Aufbereitung dessen. Teil 2, “Gesellschaft und Politik”, ist da schon besser, aber sehr voll und unübersichtlich. Zumindest gibt es einige sehr abenteuerliche Cocktails und man kann viel sehen und die Zeit rumbringen.

Nach der ganzen Zeit in der Messe beschließen wir in die Innenstadt zu wechseln und uns da “Wir sind der Staat!” mit Annette Shavan, Andrea Nahles und Joachim Gauck anzusehen, doch weil der Döner zu lange gebraucht hat kommen wir nicht mehr in die Frauenkirche rein und da der Livestream nicht so prickelnd ist, gehen wir weiter zum Elbufer und schauen den Leuten beim “kirchentagen” zu.

Da heute auch Vatertag ist, ziehen immer mehr besoffene Männner mit ihren Bollerwägen durch die Straßen und pöbeln teils derb rum. Ein “Fundi-Prediger” hat arge Probleme seinen Vortrag darzubieten. Ernste Probleme gibt es aber nicht, da sind die Kirchentagsbesucher vie lzu cool um sich provozieren zu lassen.
Da und grad keine Veranstaltung reizt gehn wir in Richtung Zwinger und beobachten die Leute von der Terasse aus. Es ist mittlerweile schon Abend und an allen Ecken wachsen Posaunenchöre aus dem Boden und geben spontan Konzerte. – Toll! Von unserem Ausblick auf der Zwingerterrasse können wir gleichzeitig mindestens drei Konzerten gleichzeitig lauschen. Hier fällt aber sehr auf, dass wir in der ehem. SBZ sind:
Links von uns der barocke Stadtkern, vor uns moderne Büros und Geschäfte, rechts sind schon die heruntergekommenen Plattenbauten zu sehen.

Da wir beide keine Wise Guys Fans sind (uns sie auch noch katholisch), besuchen wir im Alten Schlachthaus das Kabarett “Katholisch trifft Evangelisch” – Super Unterhaltung, auf jeden Fall eine sehr gute Entscheidung, nicht nur, weil wir so einen Sitzplatz im Zug zum Quartier bekommen.

Bloggen vom Kirchentag

Die nächsten paar Tage bin ich in Dresden auf dem 33. Evangelischen Kirchentag 2011. Auch wenn meinen könnte, dass Kirche und Internet nicht so gut zusammenpassen war auf twitter unter #dekt schon die letzten Tage einiges los und ich habe mir vorgenommen im Rahmen meiner Möglichkeiten ein wenig evenblogging zu betreiben. Leider habe ich das WLAN-tethering mit dem iPhone noch nicht zum laufen gebracht, aber angeblich wird es ein WLAN für Kirchentagsbesucher geben, wenn auch nur für eine Stunde pro Tag und user. Für den Notfall hab ich mir auch noch nen WLAN-Scanner installiert.

9:58
Grade ging die Reise in Nürnberg los in einem komplett überfüllten Franken-Sachsen-Express.
14:30
Mittlerweile sind wir in unserer Herberge im Geschwister Scholl Gymnasium in Freiberg angekommen und richten diese ein.
17:30
Der Abend der Begegnung hat begonnen, es gibt viel zu essen aber wenig “anderes zum anschauen”, außer natürlich der grandiosen Dresdener Altstadt.
22:00
Das fast schon traditionelle Lichtermeer entzündet sich so langsam. – Jetzt beginnt der Gesang und auf der Elbe schwimmen 1000de Schwimmkerzen.